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Bingo im Altersheim illegal

Bingo im Altersheim illegal

Während Bingo in Online Casinos eine nebenläufige Sache ist, sind Bingo Spielhallen bei Senioren rund um den Globus ein Magnet. Hier geht es in der Regel um kleine Einsätze und Gewinne. Oftmals steht das gemeinschaftliche Erlebnis im Mittelpunkt. In Deutschland gibt es viele Seniorenheime welche einen wöchentlichen Bingoabend veranstalten.

Es wäre aber nicht Deutschland, wenn man diese geselligen Runden im Seniorenheim oder bei Wohltätigkeitsveranstaltungen nicht auch gesetzlich regulieren müsste. Dass es sich beim Bingo um ein Glücksspiel handelt ist sicherlich nicht von der Hand zu weißen. Also muss man das auch staatlich regulieren. Es darf ja nicht sein, dass Senioren ein paar Stunden Spaß haben ohne die passende Genehmigung zu haben. Diese ist nämlich von den Veranstaltern im Vorfeld solcher geselliger Stunden einzuholen. Wenn sie, liebe Leser jetzt denken, dass wir ihnen einen Bären aufbinden wollen können sie hier den Erlass des Ministeriums für Inneres und Bundesangelegenheiten vom 07.09.2016 einsehen. Dieser hat den bedeutungsschwangeren Titel: Genehmigung von Bingo-Ausspielungen als Kleine Lotterien nach § 18 Glücksspielstaatsvertrag.

Bevor sie weiterlesen möchten wir sie darauf hinweisen, dass der folgende Bericht die groben Vorläufe wiederspiegelt. Manche Aussagen des Autors sind ironisch und sarkastisch gemeint. Wir bei Casinospezialist sind uns bewusst, dass sowohl die Rechnungsprüfer der Stadt Köln, als auch die dortigen Rechtsabteilungen und Verwaltungen einen erstklassigen Job machen.

Bingo ist ein Glücksspiel – Auch im Altersheim

Dass die gemütliche Bingo-Runde im Seniorenheim zum illegalem Glücksspiel wurde liegt an einem Rechnungsprüfer der seinen Job einfach sehr genau nahm. In Köln am schönen Rhein schaute sich eben genau dieser Prüfer die Bücher eines Seniorenheims an. Dort war unter anderem ein Punkt mit dem Namen „Bingo Preis“ über den Betrag in Höhe von ein paar Euro in den Geschäftsbüchern aufgeführt. „Na da war doch was!“ dachte sich der eifrige Prüfer und fing an das zu machen was diese Spezies am liebsten macht, nämlich sich durch Verordnungen und Gesetze zu schmökern. Auch wenn die reine Arbeitszeit dem Steuerzahler ein Vielfaches von dem kostet als die paar Euro „Bingo Preis“, Vorschriften sind Vorschriften und in Deutschland kann man gerne Hunderte von Euro verpulvern, wenn man eine illegalen Zocker-Höhle im Seniorenheim auffliegen lässt. Zudem kommt man sicherlich einer Beförderung und einer handsignierten Weihnachtskarte vom Chef einen gehörigen Schritt näher.

Bingo im Altersheim

Noch „deutscher“ wird es, da es sich bei diesem „Bingo Preis“ um eine Tafel Schokolade handelt, welche den Gewinnern der Spielrunden winken. Der Rechnungsprüfer stolperte aber über den Ausdruck „Bingo Preis“ ins den Büchern und die bürokratischen Alarmglocken gingen an. Er setzte sich in Kontakt mit der Rechtsabteilung um diese zu warnen, dass in manchen Seniorenheimen der Stadt wohl Zockerbanden am Werk sind welche offensichtlich mafiöse Strukturen haben und Geldwäsche betreiben. Einige der Kölner Seniorenheime werden von den Sozialbetrieben Köln unterhalten. Es darf ja nicht sein, dass man diese „Sodom und Gomorrha“-ähnlichen Umstände in der eigenen bürokratischen Familie toleriert.  Es muss alles mit rechten Dingen zugehen.

Die Rechtsabteilung ging der Sache auf den Grund. Tatsächlich kam man zum Ergebnis, dass es sich bei den Bingo-Runden um ein unerlaubtes Glücksspiel handelt. Die Seniorenheime benötigen als Veranstalter eine offizielle Genehmigung und Behördliche Erlaubnis. Zuwiderhandlung kann für Veranstalter und Teilnehmer -also den Senioren) zu einer Gefängnisstrafe von bis zu 2 Jahren führen.

Irgendwie gewinnt man den Eindruck, dass das Budget welches in solchen Fällen von Rechnungsprüfern und allen beteiligten Ämtern (welches natürlich aus Steuergeldern stammt) in Seniorenheime anstatt Paragraphenreitern investiert würde hätte man sicherlich mehr davon.

Bingo im Seniorenheim

Deshalb ist Bingo im Altersheim illegal

Die Rechtsprüfer stellten fest, dass man drei Grundsätze in Betracht ziehen muss um zu beurteilen ob es sich um illegales Glücksspiel im Altenheim handelt. Zum einen ist der Geldeinsatz gemeint, denn die Karten werden ja nicht von den Senioren selbst hergestellt, sondern gekauft. Dass man hier von ein paar Cents oder einem Euro spricht man in der Erklärung seitens der Behörden natürlich keinerlei Bedeutung bei. Als zweiter wesentlicher Faktor spielt beim Seniorenbingo natürlich der Zufall eine Rolle. Dies ist mit der Ziehung der Gewinnzahlen gegeben. Zudem wird dieses nervenaufreibende Spiel auch „geplant und zugänglich“ gemacht. Somit handelt es sich nach dem deutschen Glücksspielstaatsvertrag also tatsächlich um ein Glücksspiel. Diese sind eben in Deutschland illegal.

Damit die Senioren und Heimarbeiter nicht von den ordnungsliebenden Hütern der Paragraphen angezeigt werden und bis zu zwei Jahren hinter Gittern landen sehen sich die Seniorenheime dazu gezwungen diese Bingo-Abende vorrübergehend einzustellen bis eine Genehmigung vorliegt und man rechtlich auf der sicheren Seite ist.

Wir wollen noch einmal ganz klarstellen, dass es sich hierbei um Bingokarten handelt die irgendwo zwischen 50 Cent und 1,25 Euro kosten und es ein paar Tafeln Schokolade zu gewinnen gibt.

Bingo Mafia im Altersheim schlägt hohe Wellen

Mittlerweile hat sich sogar der Kölner Stadtdirektor Dr. Stephan Keller eingeschaltet. Er verspricht das Problem unbürokratische und schnell lösen zu wollen. Die betroffenen Heime sollten nur einen Antrag stellen und können schnell mit einer Erlaubnis rechnen.

Natürlich bedeutet dies auch einen höheren bürokratischen Aufwand für die Stadtverwaltungen. Sicherlich werden wegen der zockenden Senioren in deutschen Heimen keine neue Arbeitsplätze geschaffen und die Begeisterung der Verwaltungsangestellten über die Mehrarbeit dürfte sich in Grenzen halten. Aber wie gesagt, Gesetz ist Gesetz, und wir in Deutschland haben auch Normen für die genaue Größe eines Blatt Toilettenpapieres. Da kann man dann auch die „spielsüchtige Bingo Mafia“ nicht ungeschoren davonkommen lassen.

Von diesen Kölner Vorkommnissen sind auch andere Organisationen wachgerüttelt worden. So führt auch das Deutsche Rote Kreuz bei Seniorentreffen und in vom DRK geleiteten Altenheimen regelmäßig diese illegalen Veranstaltungen durch. Allerdings beruft man sich dort darauf, dass das Spiel von den Senioren oftmals selbst organisiert würde und es um das Beisammensein geht. Ein Pressesprecher der Arbeiterwohlfahrt beteuerte, dass es dort den Senioren auch viel Spaß macht an Bingorunden teilzunehmen, es aber nur um das reine Vergnügen geht und nicht um Geld gespielt würde.

Am einfachsten ist es Wahrscheinlich, wenn die betroffenen Heime in ihren Geschäftsbüchern einfach Schokolade für gemütliches Beisammensein anstatt „Bingo Preise“ deklarieren. Aber sicherlich würde es auch da irgendeine Organisation geben welche den Heimen vorsätzliches Herbeiführen von Diabetes vorwerfen würde und eine Gerichtliche Verfügung dagegen bewirkt.

So funktioniert Bingo

Für alle diejenigen die Bingo nicht kennen hier eine kurze Erklärung. Die Mitspieler erhalten die Spielkarten auf denen die Gewinnzahlen unter den die Gewinnzahlen in vertikalen Reihen unter den Buchstaben B-I-N-G-O vertikal angeordnet sind. Ein Spielleiter zieht aus einer Trommel wie beim normalen Lotto die jeweiligen Gewinnzahlen und ruft diese laut und deutlich hörbar aus. Die Teilnehmer vergleichen diese Zahl mit ihrem Bingoschein und markieren die jeweilige Zahl falls diese auf dem Schein in der passenden Kolumne ist. Sobald ein Teilnehmer in jeder Spalte unter B-I-N-G-O mindestens eine Zahl markiert hat meldet er sich und ruft laut BINGO! Er ist dann der Gewinner dieser Spielrunde. In Bingo hallen holt er sich dann seinen Preis ab. Natürlich gibt es ein paar verschiedene Varianten, aber prinzipielle laufen alle Bingo Spiele nach diesem Muster ab. Viele Online Casinos bieten ebenso Bingo Spiele an. Vielleicht sollte man den Sinioren ja beibringen wier man sich dort registriert, dann wandern sie wenigstens nicht in den Knast.