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Glücksspielstaatsvertrag

Der neue Glücksspielstaatsvertrag – Gut für Online Casinos?

Zum 1. Juli 2017 treten die Änderungen im Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland in Kraft. Für manche hat dies katastrophale Auswirkungen. Der neue Vertrag reguliert unter anderem den Abstand zwischen den Spielhallen. Eine der Folgen ist, dass viele Spielhallen wahrscheinlich zum 1. Juli oder kurz danach schließen müssen, da sie den Mindestabstand nicht einhalten.

Der Staat macht Verluste in Millionenhöhe

Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) Sieht aber nicht nur die Spielhallenbetreiber als Verlierer. Sie beziffert den Verlust den der Staat täglich machen wird in Millionenhöhe. Nicht nur dass zahllose Arbeitsplätze verloren gehen würden, nein, die DAW geht auch davon aus, dass alleine die Steuereinnahmen Verluste für den Start bringen, welche in den mehrstelligen Millionenbereich hineingehen. Dazu kommen natürlich die Mehrausgaben für die tausenden Arbeitslosen welche das neue Gesetz mit sich bringen wird.

Besonders betroffen sind vor allem auch kurz Arbeiter und Studenten. Viele der Spielhallen werden während der Friedhofs-Schicht, also über die Nacht, von Studenten betreut. Diese finanzieren sich so ihr Studium.

Nach Angaben der DAW sind in manchen Städten über die Hälfte aller dort befindlichen Spielhallen betroffen. Diese stehen nun unweigerlich vor dem Aus. Laut einer Studie und einer Untersuchung des Arbeitskreises gegen Spielsucht gibt es momentan in Deutschland 14950 Konzessionen für Spielhallen an 9206 Standorten. Viele Städte und Gemeinden gehen davon aus dass diese Zahl nach dem 1. Juli 2017 fast um die Hälfte zusammen schrumpft. Als Beispiel können wir Osnabrück nehmen. Hier sind 21 Standorte der insgesamt 35 Spielhallen in der Stadt von der Schließung bedroht. Sie haben nicht den notwendigen Abstand zueinander, oder sind zu nah an Schulen.

Profitieren Online Casinos von der Änderung im Glücksspielstaatsvertrag

Die Betreiber der Online Casinos mögen diese Änderung des Glücksspielstaatsvertrages als einen Segen ansehen. Sie gehen davon aus, dass viele Spieler deren Spielhalle aufgrund der neuen Gesetzgebung geschlossen wird eventuell auf das Online-Casino ausweichen. Die meisten großen Automatenhersteller wie Merkur oder Wulf haben ohnehin identische Spielautomaten in den Online Casinos. Zudem ist dort die Gewinnausschüttung um einiges höher als in den echten Spielhallen oder der Kneipe an der Ecke.

Wie schon in der Vergangenheit gibt es aber unzählbar viele Klagen gegen das neue Gesetz. Auch Ausnahmeregelungen sind gesetzlich möglich. So kann der Mindestabstand der zwischen zwei Spielhallen bestehen muss Aufbiss zu 50m herabgesetzt werden. In anderen Fällen sind 500 m vorgeschrieben.

Sicherlich kann man im August schon mehr sagen wie sich die neue Gesetzesänderung auf die Spielhallen in Deutschland aber auch auf das Online Casino und die Unterhaltungsindustrie insgesamt auswirkt.

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