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Spielsüchtiger geht gegen Bundesland vor Gericht

Klagen von enttäuschten Spielern sind in der Casinobranche keine Seltenheit. Viele Softwarehersteller und Casinobetreiber können hiervon ein Lied singen. In einem neuen Fall verklagt ein Spielsüchtiger aus Bayern (Name der Red. bekannt) aber ein ganzes Bundesland. Da er vielleicht die bayerische Justiz bereits kennt, hat er sich dazu entschlossen das Nachbarbundesland Oberösterreich zu verklagen. Aber der Reihe nach…

Die Vorgeschichte der Klage

Der Mann, der einst eines der unzähligen Start-Up unternehmen gründete fuhr wochenlang nach Ried in Oberösterreich und besuchte dort ein seiner Ansicht nach illegal betriebenes Spielcafé. Über mehrere Tage hinweg verzockte der 59-jährige Bayer dort über 12.500 Euro. Nun droht ihm eine Räumungsklage. Doch nicht mit dem „cleveren“ Bayern. Der will jetzt sein Geld zurückhaben

Der Mann hat aber eine Geschichte als Spielsüchtiger. Nach eigenen Angaben verspielte er in 10 Jahren über 1 Million Euro, was unter anderem auch zum Bankrott seines Start-Up Unternehmens führte. Er erkannte aber seine Sucht und begab sich nicht nur in Therapie, sondern ließ sich auch bei allen lizensierten Spielbanken und Spielhallen auf die schwarze Liste setzen. Somit wurde ihm bei diesen der Eintritt verweigert. Der „Ausweg“ für den Spielsüchtigen war also das illegale Spielcafé im oberösterreichischen Ried. Hier fragte keiner nach seiner Identität.

TV Show „Mein Recht“ macht Spielsüchtigen zum Star

Ein österreichische TV Sender bekam von dem ganzen Wind und lud den Mann mit seinem Anwalt in die beliebte TV Serie „Mein Recht“ ein. Hier bekam der bemitleidenswerte Mann also seine paar Minuten im Rampenlicht. Er selbst war allerdings nur der Nebendarsteller, denn sein Anwalt versuchte mit seinem eher exzentrischen Auftreten alle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. In seinen dramatischen Schilderungen legte er nicht nur klar, dass das Café in Ried seinen Mandanten erst gar nicht den Zutritt erlauben dürfte, sondern legte auch gleichzeitig noch eine Klage gegen das Bundesland Oberösterreich auf den Tisch. Dieses hätte es ja schließlich zugelassen, dass dieses illegale Café überhaupt betrieben wird.

Ein jahrelanger Prozess wird erwartet

Falls beide Klagen wirklich zu einem Prozess führen kann man davon ausgehen, dass dieser mehrere Jahre dauern wird. Dies schien dem Anwalt des Klägers jedoch ziemlich egal zu sein. Der Kläger wiederum fühlte sich offensichtlich zum Ende des Auftritts nicht mehr ganz so wohl in seiner Haut. Von verschiedenen Seiten wurde ihm sogar Dummheit vorgeworfen, da ein Anruf bei seinem Therapeuten sicherlich besser gewesen wäre als beim Anwalt, der wie es den Anschein hatte nur die TV Sendung als Werbebühne nutzen wollte.

Hilfe bei Spielsucht

Auch wenn der Österreicher sich seiner Sucht bewusst war, verfiel er wieder in den Teufelskreis. So kurios der TV Auftritt auch war, müssen wir dennoch an dieser Stelle an die Gefahr der Spielsucht aufmerksam machen. Wenn sie, werter Leser, in ihrem Bekanntenkreis Casinofreunde haben welche irgendwelche Anzeichen eines Problems zeigen, schauen sie nicht weg. Es gibt sowohl im Internet als auch in vielen Städten und Gemeinden Stellen an denen man um Hilfe anfragen kann. Versuchen sie nicht nur mit der Person zu sprechen, sondern helfen sie auch dabei verantwortungsvolles Spielen zu unterstützen.

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